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E-Rechnung-Pflicht: Was XRechnung und ZUGFeRD für Selbstständige bedeuten

E-Rechnung-Pflicht verständlich erklärt: Fristen bis 2028, Unterschied zwischen PDF, XRechnung und ZUGFeRD, und wie du eine E-Rechnung kostenlos erstellst.

Seit dem 1. Januar 2025 gilt in Deutschland schrittweise die Pflicht zur elektronischen Rechnung zwischen Unternehmen. Viele Selbstständige fragen sich: Reicht mein PDF noch? Was ist XRechnung, was ZUGFeRD? Hier bekommst du den Überblick, und erfährst, wie du mit dem Office-Tutor-Rechnungstool eine E-Rechnung erstellst.

Hinweis: Dieser Artikel fasst die Regeln für Deutschland allgemein zusammen und ersetzt keine Steuerberatung. Verbindliche Details findest du beim Bundesministerium der Finanzen.

Die Fristen im Überblick

ZeitraumWas gilt für Rechnungen zwischen Unternehmen im Inland
seit 1. Januar 2025Alle Unternehmen müssen E-Rechnungen empfangen können.
bis 31. Dezember 2026Papier- und PDF-Rechnungen dürfen noch verschickt werden (PDF mit Zustimmung des Empfängers).
bis 31. Dezember 2027Unternehmen mit höchstens 800.000 Euro Vorjahresumsatz dürfen weiterhin Papier- und PDF-Rechnungen schicken.
ab 1. Januar 2028E-Rechnungen sind für alle Pflicht, PDF-Rechnungen reichen im B2B-Bereich nicht mehr.

Ausgenommen sind unter anderem Kleinbetragsrechnungen bis 250 Euro und Rechnungen von Kleinunternehmern.

PDF, XRechnung, ZUGFeRD: der Unterschied

  • PDF-Rechnung: für Menschen lesbar, aber für Software nur ein Bild mit Text. Gilt nicht als E-Rechnung.
  • XRechnung: eine reine XML-Datei mit allen Rechnungsdaten. Für Menschen ohne passende Software kaum lesbar, für Buchhaltungsprogramme ideal. Öffentliche Auftraggeber verlangen häufig dieses Format.
  • ZUGFeRD: eine PDF-Datei, in die die strukturierten Daten als XML eingebettet sind. Menschen sehen eine normale Rechnung, Software liest die Daten aus. Als E-Rechnung zählt ZUGFeRD ab dem Profil EN 16931.

Brauchst du jetzt eine teure Buchhaltungssoftware?

Nicht unbedingt. Wenn du nur gelegentlich Rechnungen schreibst, kannst du E-Rechnungen auch mit einem einfachen Werkzeug erstellen. Wichtig ist, dass du die erzeugte Datei vor dem Versand prüfst, zum Beispiel mit einem kostenlosen Online-Validator für XRechnung.

E-Rechnung mit dem Office-Tutor-Tool erstellen

  1. Öffne das Rechnungstool und füll Absender, Empfänger und Leistungen aus.
  2. Wähle unter Rechnung → Ausgabeformat entweder XRechnung XML oder ZUGFeRD-PDF mit XML-Anhang.
  3. Trag bei öffentlichen Auftraggebern die Leitweg-ID ein, die dir dein Auftraggeber nennt.
  4. Achte darauf, dass die Währung als dreistelliger Code angegeben ist, zum Beispiel EUR.
  5. Exportiere die Datei und prüfe sie vor dem Versand mit einem Validator.

Die E-Rechnungs-Formate sind im Tool als Beta gekennzeichnet. Für die Konformität der Dateien übernehmen wir keine Gewähr, bitte prüfe jede Datei, bevor du sie verschickst.

Was du jetzt tun solltest

  • Richte eine E-Mail-Adresse oder einen Ablauf ein, über den du eingehende E-Rechnungen empfängst und archivierst, das ist bereits Pflicht.
  • Kläre, welche deiner Kunden schon jetzt E-Rechnungen erwarten.
  • Teste die Formate rechtzeitig, damit der Umstieg bis spätestens 2028 reibungslos klappt.

Jetzt E-Rechnung erstellen →

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